Der Rotrückige Irrwisch (Alydus calcaratus) ist eine relativ häufig vorkommende heimische, 10-12 mm große Wanzenart und in Deutschland der einzige Vertreter der Familie der Krummfühlerwanzen. Er lebt bevorzugt in niedriger Vegetation und am Boden trocken-warmer Offenlandstandorte.

Als flinker Läufer und guter Flieger flüchtet er rasch vor Feinden und ist deshalb häufig nur schwer zu entdecken. Verharrt der Irrwisch in der meist grünbraunen Vegetation, verschmilzt seine bräunlich-längliche Körperform gut getarnt mit den Strukturen seiner Umgebung.

Ein liebenswürdiger Blender

Auffällig ist sein lustiger deutscher Name: Als Irrwisch wird ein Irrlicht bezeichnet, also etwas Unechtes, ein Trugbild, eine Täuschung oder gar eine Lüge. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie der Rotrückige Irrwisch lügen kann, etwas Unechtes, eine Unwahrheit, darstellt. Das Trugbild liegt in seinem Äußeren, während er noch eine unvollkommene Larve (bei Wanzen auch Nymphe genannt) ist. In dieser Daseinsphase ähnelt er nämlich täuschend echt einer Ameise - aber dazu später mehr.
Zum weiteren wird als Irrwisch ein sehr lebhafter Mensch bezeichnet. Ist dieser deutsche Begriff also vielleicht sogar zusätzlich eine Anspielung auf seine äußerst agile Lebensweise? So genau weiß dies wohl niemand!

Der seinem Namen vorangesetzte Zusatz "Rotrückiger" beschreibt die rot-orange Färbung seines Rückens, die sichtbar wird, sobald er zum Fliegen die Flügel hebt.

Den voll entwickelten Irrwisch findet man am ehesten im Spätsommer. Ab Ende Juni, vor allem im August und September hält er sich gerne in brauner oder grünbrauner Vegetation auf. Auf dem Bild rechts sitzt er gut getarnt auf einer verblühten Feldklee-Blüte, ... 




Ausblick auf einige weitere Inhalte dieser Bildreportage:
- Nahrungsaufnahme des Irrwischs
- Funktionsweise des Rüssels
- Kopula
- Larven-Entwicklung
- Ameisen-Mimikry

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