Diese Geschichte schildert das Balzverhalten des Sandregenpfeifers (Charadrius hiaticula), einer etwa lerchengroßen, rundlichen, hochbeinigen Limikole.
Sandregenpfeifer sind Kurz- oder Mittel- bis Weitstreckenzieher. So überwintern sie beispielsweise sowohl auf den Britischen Inseln (Kurzstreckenzieher) als auch in Mauretanien (Weitstreckenzieher).
Die meisten Brutgebiete liegen in Mittel- und Nordeuropa an offenen, flachen Küsten und Seeufern mit kurzrasigen Flächen, Sand und Kies, aber auch in der Tundra. In Deutschland sind die Haupt-Brutvorkommen in den Bereichen der Nordsee-Nationalparke.

Das Männchen

Männchen und Weibchen ähneln sich sehr, jedoch ist das Männchen im Prachtkleid in der Regel an der deutlicheren Schwarzfärbung im Brust- und besonders im Augenband zu erkennen.

Das Weibchen

Brust- und hinteres Augenband des Weibchens im Prachtkleid weisen häufig eine leichte Braunfärbung auf.

Selten kommen auch Farbabweichungen vor - wie hier bei einem Männchen eine verstärkte Weißfärbung im Kopf- und Halsbereich.

Monogame Saisonehe mit Revierbindung

Sandregenpfeifer führen eine ausgeprägte sogenannte monogame Saisonehe: Haben ein Weibchen und ein Männchen einmal eine Partnerschaft gebildet, treffen sie sich - solange beide Partner am Leben sind - jedes Jahr zur Fortpflanzungszeit wieder, um erneut gemeinsam für Nachwuchs zu sorgen.
Kommen die kleinen Vögel im zeitigen Frühjahr in ihren Brutgebieten an, wächst zunehmend bis zum Brutbeginn ihre Revierbindung und damit ihr territoriales Verhalten. Sowohl Artgenossen als auch andere Vogelarten werden, sobald sie in das etwa 300 bis 400 Quadratmeter große Revier eindringen, sofort aggressiv verjagt.

Das Männchen schenkt dem Weibchen zu dieser Zeit eine hohe Aufmerksamkeit und wirbt immer wieder um seine Gunst. Imponierend stellt es sich hoch auf und zeigt sich mit leicht aufgeplusterten Brustfedern von seiner besten Seite.

So tun als ob! - Scheinnisten

Ein spezielles Verhalten vor dem eigentlichen Brutbeginn ist das sogenannte "Scheinnisten" des Männchens. Die Scheinniststimmung ist bereits an seinem Gang erkennbar: Es zieht den Kopf beim Rennen so stark ein, dass die Rückenlinie fast waagerecht verläuft. Nun sucht es im eiligen Lauf eine geeignete Niststelle.

Hat das Männchen eine solche Niststelle gefunden, lässt es die Scheinnistlaute hören. Hierbei handelt es sich um spezielle, kurz abgesetzte helle Rufe zur Scheinnisteinleitung.

Anschließend setzt sich das Männchen mit gesträubten Brustfedern hin.

Die Flügel werden leicht abgespreizt und geöffnet, sodass im Sitzen die Flügelbuge den Boden berühren und die Spitzen aufwärts weisen.

Nun schlagen die Füße des Vogels wie ein Trommelwirbel zappelnd rückwärts aus, so dass der Sand unter dem angehobenen Schwanz nur so fliegt.

Das auf den stark gebeugten Füßen sitzende Tier pendelt dabei durch leichtes, abwechselndes Anheben in den Hüft- und Beingelenken um seine Längsachse, sodass das Brustbein auf dem Boden hin- und herscharrt.

Zwischendurch steht das emsig arbeitende Männchen immer wieder auf, dreht sich ein Stück im Kreis und hockt sich in der neu gefundenen Position wieder hin. Durch diesen ständigen Richtungswechsel entsteht innerhalb einer kurzen Zeit eine kleine Nestmulde. Die gesamte Aktivität wird unaufhörlich von lauten Scheinnistlauten begleitet.




Ausblick auf einige weitere Inhalte dieser Bildreportage:
- Parademarsch des Männchens (Balz)
- Kopula
- Demuthaltung
- Aggressionsverhalten
- Brüten
- Brutablösung
- Nahrungsaufnahme

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