Der Hauptdarsteller dieser Geschichte ist eine Springspinne namens Aelurillus v-insignitus. Sie ist auf sandig-steinigem, spärlich bewachsenem Untergrund in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Hier jagt sie bereits ab April und pflanzt sich fort. Dabei zeigt sie ein selten gesehenes, sehr faszinierendes Balzverhalten.

Das vier bis sechs Millimeter kleine Männchen trägt das namengebende Merkmal: eine V-förmige, helle Zeichnung über den Augen. Genau genommen müsste sie eigentlich Aelurillus duo-v-insignitus heißen, die "Doppel-V-Gezeichnete", da das Männchen - deutlich erkennbar - zwei helle V-Zeichen auf seiner Stirn trägt.

Das fünf bis sieben Millimeter große Weibchen ist grau/schwarz gescheckt und somit hervorragend in dem Lebensraum getarnt, in dem diese Spinnenart lebt.

Es sitzt häufig gut getarnt in einem Versteck - zwischen kleinen Steinchen oder, wie rechts auf dem Foto, unter einem Blatt.

Die körperlichen Merkmale des kleinen Spinnenzwerges verraten bereits Einiges über seine Lebensweise. Er verfügt über insgesamt acht Augen, von denen die beiden vorderen parallel nebeneinander liegenden Mittelaugen auffallend groß sind. Solche Augen benötigt man nicht, wenn man Fangnetze spinnt und darauf lauert, dass sich dort Beute verfängt, die man dann nur noch holen muss. Vielmehr eignen sich diese nach vorne gerichteten großen Augen hervorragend zum Erkennen von Bewegungen und zum Einschätzen von Entfernungen. Und genau dies sind die beiden optischen Eigenschaften, welche der Spinne zu ihrem Jagderfolg verhelfen. Entweder verharrt sie als Ansitzjäger regungslos in ihrem Versteck und wartet, bis sie eine potentielle Beute durch deren Bewegung entdeckt, .....

.....  so wie hier zwischen den geöffneten Schuppen eines auf dem Boden liegenden Kiefernzapfens .....

.....  oder auf den Blüten von Pflanzen, die mit ihrem Nektar Insekten anlocken, die dann wiederum eine attraktive Beute für die Spinne darstellen.

Oder sie erkundet als pirschender Jäger die Umgebung mit dem Ziel, schmackhafte Kleintiere zu entdecken.

Vor allem in den Mittagsstunden heizt die Sonne den steinigen oder sandigen Rohboden stark auf. Wenn der Spinne die abstrahlende Hitze zu stark wird, stellt sie sich auf die Zehenspitzen, sodass die Luft unter ihrem Körper zirkulieren kann. Dies sorgt für willkommene Abkühlung.

Hat sie eine Beute entdeckt, pirscht sie sich langsam an sie heran. Nun kommt der Vorteil der parallelen Augenstellung der beiden vorderen Mittelaugen zum tragen: mit diesen beiden Augen kann sie sehr gut Entfernungen abschätzen. Sie pirscht sich nun auf Sprungentfernung an die Beute an, bis sie schließlich das letzte Stück mit einem für das Opfer überraschenden Sprung überbrückt.

Im Bild rechts hat das Aelurillus v-insignitus-Weibchen eine andere kleine Spinne überwältigt und mit einem Biss rasch getötet.




Ausblick auf einige weitere Inhalte dieser Bildreportage:
- Jagdstrategie des Männchens
- der spektakuläre Balztanz des Männchens
- Eiablage, Nest und Eier des Weibchens

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