"Akteure am Ackerrand"

Kategorie: Vortrags-Bewertungen | Tags:
Diethard T., 23-11-18 11:14:
Ich kann mich meinen Vorrednerinnen und Vorrednern nur anschließen. Wer nach diesem Vortrag von Herrn Günter nicht verstanden hat, „wo der Hase (nicht mehr) läuft“, dem ist nicht zu helfen. Diese Multivisionsshow sucht ihresgleichen. Sie st ein Superlativ. Gespickt mit Fachwissen, Verknüpfungen aus der Pflanzen- und Tierwelt, die mir bis dato völlig unbekannt waren, traumhaften Bildern und perfekt passender Musik. Gesprochen mit einer professionellen Rhetorik und das Ganze garniert mit präzisem Humor. Mir ist dieses Thema noch nie so gut deutlich gemacht worden.
Leider macht der Vortrag einen mehr als dramatischen Sachverhalt deutlich: es ist höchste Zeit, dass sich sofort etwas ändert.
Isabella Hirsch, 20-11-18 23:10:
Im Sommer sah ich „Natur im Garten“ und war beeindruckt .
Ein Genuss an unglaublich schönen Bildern, kombiniert mit ausgewählter Texten und wunderschöner Musik.
Als Bäuerin wusste ich, dass das, was uns hier gezeigt wurde, unsere direkte Umgebung ist. Ich habe ein Stück weit verlernt diese Wunderwelt zu sehen.
 
Dies wurde mir bei „Akteure am Ackerrand“ in Prosselsheim noch deutlicher bewusst. An viele Dinge, die sich in unserer Kulturlandschaft negativ verändert haben, hat sich mein Blick längst gewöhnt. Wiesen und Äcker ohne Vielfalt. Zu häufig gemulchte Ackerraine, wenn sie überhaupt noch vorhanden sind. Und nur noch selten Vogelgezwitscher in, von allen Seiten zugestutzten, Heckenresten. Der Blick für Insekten fehlt mir häufig, geschweige, dass ich Sie kenne.

Seit 30 Jahren bin ich Bäuerin. Viele Jahre richtete sich der Fokus auf unserm Vollerwerbsbetrieb auf Produktivität und hohe Leistungen. Der Betrieb war straff organisiert, saubere Äcker und immer kurz geschnittenes Gras waren das, was unser Ziel war und auf das wir getrimmt waren. Ständiges Wachstum und das Ziel, immer die Erträge zu steigern, sollte unsere Existenzgrundlage festigen.
Dass dieses „Wachsen müssen“ nie enden wird , weil es in diesem Wirtschaftssystem erforderlich ist, begriffen wir erst nach vielen Jahren. Diese Art der Landwirtschaft nutzt vor allem dem vor- und nachgelagertem Bereich. Was auf der Strecke bleibt sind Artenvielfalt, dauerhaft sauberes Trinkwasser und das Klima, das ein Leben auf der Erde schützt. Auch den allermeisten Landwirten nützt dieses System nicht, viele von Ihnen nehmen sogar Schaden.

Aber nicht nur Landwirte sind Akteure dieser veränderten Landwirtschaft, ebenso Konsumenten, Bürger und in einem hohen Maße die Politik, welche diese Entwicklung zulässt, aber auch gezielt so lenkt.
Ich bin froh, dass wir mit unserem Betrieb aus der intensiven Produktion ausgestiegen sind. Es fällt eine enorme Last ab und wir atmen wieder leichter durch.
In der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) haben wir ganz andere Landwirte kennen gelernt. Wir reflektieren unser bäuerliches Handeln, blicken gemeinsam über den Tellerrand und lernen vor allem voneinander. Der Blick auf unsere Lebensqualität steht über dem Betrieb. Das macht das Leben schöner.

Ich danke denjenigen, die diesen Abend organisiert haben, aber auch allen die sich an der anschließenden Diskussion beteiligt haben.

Und ich danke natürlich Herrn Günter, der uns eineinhalb Stunden einen Spiegel vorgehalten hat. Nicht als Vorwurf sondern als Anreiz zum Lernen.
Ich habe auf jeden Fall sehr viel mitgenommen. Vielen Dank.
 
Isabella Hirsch, Heilbronn bei Feuchtwangen
Peter Wilhelm, 18-11-18 17:12:
Besucher von Akteure am Ackerrand von Roland Günter

Das war ein toller Vortrag mit einer sich anschließenden Diskussion, die einem die Augen geöffnet hat, wie es um unsere Felder und Äcker steht. Die meisten Landwirte erkennen immer noch nicht, dass es so nicht weitergeht.

Sie müssen Ihren Vortrag noch sehr, sehr oft halten. Den sollte jeder gesehen haben.
K. Sieberth, 17-11-18 23:01:
Hallo Herr Günter,
ich bin eine Besucherin der zahlreichen Gäste, die gestern Abend Ihren Multivisionsvortrag "Akteure am Ackerrand" erlebt haben. Das war zwar nicht gerade ein klassischer „Absacker“ (ich habe die halbe Nacht wach verbracht, so viele Gedanken hatten Besitz von mir ergriffen), aber es war mit Abstand die beste Veranstaltung, die ich zu diesem Thema gesehen habe. So viele Informationen über Pflanzen und Tiere, ihre Gefährdung, Fotos, wie ich noch nie welche gesehen habe, das alles hat mich tief bewegt. Dazu Ihre präzise Logik, die klaren Worte, getragen von Ihrer Liebe zur Natur, Ihrer Liebe zu den Tieren unserer Ackerflur.
Ich war emotional völlig hin- und hergerissen, ich konnte lachen und musste weinen, gleichzeitig. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Abend.
K. Siebert, Würzburg
H. Behrens, 17-11-18 21:45:
Ich war gespannt, was mich gestern erwarten würde. Ihr Vortrag ist in der Tat ein multimediales Ereignis: hervorragende Fotos, Musik, die einen bewegt, ein riesiges Bildformat, ein Live-Referent, der mit hohem Engagement zu überzeugen weiß.
Was mich schockiert hat, waren die Sichtweisen von landwirtschaftlicher Seite, die in der Diskussion vorgebracht wurden. Sie, Herr Günter, haben in Ihrem Vortrag für jedermann nachvollziehbar gezeigt, wo wir stehen. Warum stecken unsere Bauern so fest in ihren (alten) Denkmustern?
Aber es waren ja auch einige Landwirte dort, die begonnen haben, nachzudenken und zu handeln. Ein Lichtblick?

H. Behrens
Hanne Köstler, 18-12-17 16:27:
Ja, auch ich habe diesen wunderbaren Vortrag gesehen, ist schon einige Zeit her. Seitdem komme ich immer mal wieder auf diese herrliche Seite hier.
Und mir ging es seinerzeit ähnlich wie J. Lederer. Auch ich hatte den Saal hochmotiviert verlassen und voller Tatendrang eine Bürgerinitiative bei mir im Ort gegründet. Es ist erschreckend, wenn man die ganzen Nachrichten zum Insektensterben hört. Aber bei uns im Ort tut sich was. Das ist gut. Mit manchen Bauern ist es schwer, mit anderen leichter. Einige Bauern haben auch den Vortrag gehört und sind eher bereit, mitzumachen. Im Sommer haben wir erste Flächen gestaltet, vor allem an Wegrändern. Aber ich hoffe und denke, das ist nur der Anfang.
J. Lederer, 14-12-17 23:43:
Es ist unfassbar. Wie kann man tatenlos zusehen, was da draußen mit unserer Landschaft passiert, nachdem man diesen Vortrag gesehen hat?!
Rüdiger Klostermann, 01-04-16 16:46:
Es ist einfach großartig, dass Sie Multivisions-Vorträge auf einem so hohen Niveau über unsere heimische Natur zeigen. Ich durfte bereits Ihren Wiesen-Vortrag genießen und habe mich nun sehr auf die "Akteure am Ackerrand" gefreut, den ich kürzlich sah. Das ist Multivision allererster Güte!
Bisher kannte ich die Anwendung dieser aufwändigen, aber sehr ansprechenden Technik nur bei Reisevorträgen, in der Regel aus fernen Ländern. Schön, nun so etwas aus unserer Region erleben zu können, gespickt mit profundem Fachwissen und unglaublich viel Erfahrung mit den Tieren dieser Naturräume.
Gerda Engelen, 18-03-16 19:03:
Ein Wechselbad der Gefühle: einerseits genießerisches Zurücklehnen, wenn die Lerche in den Himmel steigt, andererseits große Betroffenheit über den heutigen Zustand unserer Ackerflur. Dennoch beziehungsweise gerade deswegen wünsche ich diesem Vortrag eine weite Verbreitung.
W. Hoferath, 18-03-16 14:56:
Ich habe gestern Abend den Multivisions-Vortrag „Akteure am Ackerrand“ in der VHS Murrhardt besucht. Dieser Vortrag ist ein „Augenöffner“. Herr Günter erklärt mit klaren Worten, warum es mit unserer Feldflur so schlecht bestellt ist. Und die Fotos sind, wie ich es bereits von früheren Vorträgen von Herrn Günter kenne, ein einziger Augenschmaus.
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